Das GEO-Audit für Betriebe erklärt
Ein GEO-Audit soll zeigen, warum KI-Systeme einen Betrieb nennen oder nicht. Vier Ebenen gehören dazu, und nur eine davon lässt sich vollautomatisch prüfen.
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist die Arbeit daran, dass KI-Systeme, die Antworten aus dem Web zusammenstellen, einen Betrieb finden, richtig beschreiben und nennen, wenn es passt. Ein GEO-Audit ist die Bestandsaufnahme davor: Wo steht der Betrieb heute, und was hält ihn zurück?
Der Begriff wird inzwischen für sehr verschiedene Dinge verwendet. Manche Angebote prüfen nur, ob eine bestimmte Datei auf der Website liegt. Andere stellen echte Fragen an ChatGPT und zählen Nennungen. Beides heißt GEO-Audit, aber es beantwortet ganz andere Fragen. Damit Sie Angebote vergleichen können, hier die vier Ebenen, die zu einem vollständigen Audit gehören.
Ebene 1: Die Technik der Website
Die erste Frage ist die einfachste: Kann ein KI-System die Website überhaupt abrufen und lesen?
- Zugang: Lässt die robots.txt die Suchcrawler von OpenAI, Anthropic, Perplexity, Google und Microsoft zu? Eine falsche Zeile reicht, und die Website ist für ein System unsichtbar. Welche Kennungen es gibt, steht im Ratgeber zu den KI-Crawlern in der robots.txt.
- Lesbarkeit: Steht der Text im HTML, das der Server ausliefert, oder entsteht er erst im Browser? Viele Crawler führen kein JavaScript aus und sehen sonst eine fast leere Seite.
- Grundlagen: Seitentitel, Beschreibung, eine klare Hauptüberschrift, HTTPS, keine versehentliche Sperre mit „noindex“.
- Strukturierte Daten: Beschreibt die Seite den Betrieb maschinenlesbar, mit Anschrift, Telefon und Öffnungszeiten? Wie das geht, steht im Ratgeber zu den strukturierten Daten für Betriebe.
Diese Ebene lässt sich weitgehend selbst prüfen, weil es um Tatsachen geht: Die Zeile steht in der robots.txt oder nicht, der Block mit den Daten ist da oder nicht.
Ebene 2: Die Inhalte
Eine technisch einwandfreie Seite kann trotzdem nichts sagen. Die zweite Frage lautet deshalb: Lässt sich aus dem Text entnehmen, wer was wo anbietet?
Ein KI-System, das auf „Wer repariert in Eferding eine Gastherme?“ antwortet, sucht nach Sätzen, in denen Leistung und Ort zusammen vorkommen. Auf vielen Betriebsseiten steht stattdessen „Ihr Partner für alle Fälle“ und eine Telefonnummer im Bild. Ein Audit sieht sich an, ob es für jede wichtige Leistung eine Stelle gibt, an der sie mit dem Ort genannt wird, ob die Öffnungszeiten als Text dastehen und ob Fragen, die Kunden stellen, irgendwo beantwortet werden.
Das lässt sich nur teilweise automatisieren. Ob ein Satz eine Leistung verständlich beschreibt, muss ein Mensch lesen. Wie solche Sätze aussehen, zeigt der Ratgeber Die Website für KI optimieren.
Ebene 3: Die Einträge und was andere schreiben
KI-Antworten stützen sich nicht nur auf die eigene Website. In den Quellen tauchen regelmäßig Verzeichnisse, Bewertungsportale, Kammerseiten und das Google-Unternehmensprofil auf. Steht dort eine alte Telefonnummer oder eine falsche Adresse, wiederholt die KI sie.
Ein Audit prüft deshalb, auf welchen Plattformen der Betrieb steht, ob die Angaben überall gleich sind (Name, Anschrift, Telefon, Öffnungszeiten) und welche Plattformen in Antworten über die Branche und die Gegend häufig als Quelle auftauchen. Welche Einträge in Österreich zählen, steht im Ratgeber Welche Einträge zählen.
Ebene 4: Die Antworten selbst
Die letzte Ebene ist die eigentliche Frage: Wird der Betrieb genannt? Das lässt sich nur messen, indem man die Fragen stellt, die Kunden stellen, und zwar mehrmals, in mehreren Systemen, mit Ort.
Dabei kommt es auf die Messregeln an. Antworten, die ohne Websuche entstehen, zeigen, was ein Modell auswendig weiß, nicht, was es heute findet; sie gehören getrennt gezählt. Fragen mit dem Namen des Betriebs gehören nicht in die Quote, weil der Betrieb dann fast immer genannt wird. Und eine einzelne Antwort ist ein Zufallstreffer, keine Messung. Genau das macht unser kostenloser GEO-Check. Wie wir dabei messen, steht unter So funktioniert’s. Wer es selbst ausprobieren will, findet die Anleitung unter KI-Sichtbarkeit selbst prüfen.
Woran Sie ein brauchbares Audit erkennen
Es trennt Tatsachen von Einschätzungen. „Die robots.txt sperrt OAI-SearchBot“ ist eine Tatsache. „Ihre Seite ist zu soundso viel Prozent KI-tauglich“ ist eine Zahl, deren Herkunft niemand kennt. Kein Anbieter von KI-Systemen veröffentlicht, wie stark einzelne Merkmale in eine Antwort eingehen. Eine Punktzahl, die das trotzdem behauptet, sieht aus wie eine Messung und ist keine.
Es sagt bei jedem Befund, was zu tun ist. Ein Audit, das nur rote Punkte zeigt, schafft Arbeit, aber keine Klarheit.
Es verspricht kein Ergebnis. Wer nach dem Audit eine Platzierung oder einen Zeitpunkt zusagt, verspricht etwas, das er nicht steuern kann. Seriös ist eine Zusage über die Arbeit, nicht über das, was ein KI-System danach tut. Mehr dazu im Ratgeber zur Platz-1-Garantie.
Es verkauft keine Wundermittel. Eine einzelne Datei, die alles löst, gibt es nicht. Was an llms.txt und ähnlichen Versprechen dran ist, steht im Ratgeber llms.txt: bringt das was?.
Ein GEO-Audit selbst machen
Für einen ersten Überblick brauchen Sie keine Agentur.
- Öffnen Sie Ihre robots.txt und den Quelltext Ihrer Startseite und prüfen Sie Crawler-Zugang, Titel und strukturierte Daten. Das ist meist in einer Stunde erledigt.
- Lesen Sie Ihre Startseite und Ihre Leistungsseiten mit der Frage: Steht bei jeder Leistung, wo Sie sie anbieten?
- Suchen Sie Ihren Betrieb im Google-Unternehmensprofil, bei Bing, bei Apple und in zwei, drei Verzeichnissen Ihrer Branche, und vergleichen Sie die Angaben.
- Stellen Sie drei Fragen, wie Ihre Kunden sie stellen würden, jede mehrmals, in zwei KI-Systemen, und notieren Sie, wer genannt wird.
Wer das nicht selbst machen will, kann es uns übertragen. Wir übernehmen die technische Optimierung von Website-Struktur, Inhalten und Einträgen. Keine Platzierungsgarantie. Zugesagt wird nur die vereinbarte Arbeit.
Kurz gefragt
- Was kostet ein GEO-Audit?
- Die Messung mit echten KI-Antworten gibt es bei uns als kostenlosen GEO-Check. Die Technik der Website prüfen Sie mit den Anleitungen in diesem Ratgeber selbst. Was die Umsetzung kostet, steht offen auf der Preisseite.
- Wie oft sollte man ein GEO-Audit machen?
- Die Technik einmal gründlich und dann nach jeder größeren Änderung an der Website. Die Antworten der KI-Systeme ändern sich laufend; dort ist eine regelmäßige Messung mit denselben Fragen sinnvoller als ein einzelner Blick.
- Bekomme ich nach dem Audit eine Platzierung zugesagt?
- Nein, und wer das zusagt, kann es nicht halten. Ein Audit zeigt, was einer Nennung im Weg steht. Ob ein System den Betrieb danach nennt, entscheidet das System.