Die KI-Sichtbarkeit selbst prüfen

Ohne Werkzeug, ohne Kosten, mit Zettel und Stift. Am Ende haben Sie eine Zahl, die etwas bedeutet, und eine Liste mit dem, was falsch ist.

Von Paul Hölzl und Ben Braunsperger · Stand 16. September 2026 · 7 Minuten Lesezeit

Man kann die eigene KI-Sichtbarkeit messen, ohne ein Werkzeug zu kaufen. Es dauert etwa eine Stunde, kostet nichts, und das Ergebnis ist deutlich brauchbarer als das Gefühl, das man vorher hatte. Hier ist der Ablauf, den wir auch Leuten geben, die nicht mit uns arbeiten.

Vorbereitung: drei Fragen aufschreiben

Nehmen Sie drei Fragen, wie ein Kunde sie tippen würde, der Sie nicht kennt. Jede enthält Ihre Leistung und Ihren Ort, und keine enthält Ihren Firmennamen.

Eine direkte: „Wer macht in Eferding Bäder?“ Eine mit Auswahlabsicht: „Welche Installateure in Eferding haben gute Bewertungen?“ Eine mit Dringlichkeit oder Umfeld: „Ich brauche kurzfristig einen Installateur in Eferding, wen soll ich anrufen?“

Ist Ihr Ortsname mehrdeutig, schreiben Sie das Bundesland dazu. Sonst misen Sie womöglich einen anderen Ort.

Dazu zwei Markenfragen mit Ihrem Namen: eine nach den Angaben, eine nach der Erreichbarkeit. Die zählen nicht in die Quote, sie prüfen die Richtigkeit.

Durchführung: fünfmal dieselbe Frage

Jetzt der Teil, den fast alle weglassen und der den ganzen Unterschied macht: Stellen Sie jede Frage fünfmal. Nicht in einem Gespräch hintereinander, sondern jedes Mal in einem neuen Chat. Sonst beeinflusst die vorherige Antwort die nächste.

Machen Sie das in mindestens zwei Diensten. Die Antworten unterscheiden sich zwischen den Diensten stärker als innerhalb eines Dienstes, und ein Betrieb, der in einem gut dasteht und im anderen gar nicht, ist ein häufiger Befund.

Drei Fragen mal fünf Durchgänge mal zwei Dienste sind dreißig Antworten. Das ist die Stunde.

Mitschreiben: eine Strichliste

Für jede Antwort ein Strich in einer von zwei Spalten: genannt oder nicht genannt. Am Ende haben Sie zum Beispiel 7 von 30. Das sind rund 23 Prozent, und das ist Ihre Nennungsquote.

Diese Zahl ist die einzige, die zählt. Nicht „ich komme vor“, sondern „in etwa jeder vierten Antwort“. Wenn Sie das in drei Monaten wiederholen, sehen Sie, ob sich etwas bewegt hat.

Notieren Sie daneben zwei Dinge:

Wer statt Ihnen genannt wird. Schreib die Namen mit. Manchmal sind es Betriebe aus der Gegend, manchmal Portale, manchmal Betriebe aus einem anderen Bezirk. Jeder dieser Fälle bedeutet etwas anderes.

Welche Quellen genannt werden. Viele Dienste verlinken, worauf sie sich stützen. Notieren Sie die Domains. Das ist die wertvollste Nebenbeobachtung des ganzen Nachmittags: Sie sagt Ihnen, welche Verzeichnisse in Ihrer Branche tatsächlich gelesen werden.

Die Markenfragen auswerten

Bei den zwei Fragen mit Ihrem Namen geht es nicht um Häufigkeit, sondern um Richtigkeit. Vergleich Punkt für Punkt:

Adresse. Telefon. Öffnungszeiten. Leistungen. Website.

Jede falsche Angabe kommt auf eine Liste. Diese Liste ist Gold, denn sie ist die einzige Aufgabe in diesem ganzen Thema, bei der man genau weiß, was zu tun ist, und bei der sich oft schon nach Tagen etwas ändert.

Zwei Fallstricke

Nicht nachfragen. Wenn Sie nach der Antwort „und kennen du auch die Firma Gruber?“ hinterherschicken, haben Sie die Messung zerstört. Das System hat den Namen jetzt bekommen.

Nicht schönreden. Wenn Ihr Betrieb in der Antwort erwähnt wird, aber als „weitere Anbieter in der Region“ ohne Namen, ist das keine Nennung. Genannt heißt genannt.

Was der Gratis-Check anders macht

Drei Dinge, und sie sind der Grund, warum wir ihn gebaut haben, obwohl die Anleitung oben funktioniert.

Erstens der Umfang: Wir stellen mehr Fragen, öfter, über mehrere Systeme. Statt dreißig Antworten sind es je nach Einstellung deutlich mehr, und die Quote wird dadurch belastbarer.

Zweitens die Auswertung: Genannte Betriebe werden unter verschiedenen Schreibweisen zusammengelegt, Quellen normalisiert, Weiterleitungslinks aufgelöst. Von Hand macht das niemand.

Drittens die Vergleichbarkeit: Wir fragen über die offiziellen Schnittstellen, ohne Anweisung an das System außer der Sprache. Damit ist ein Lauf mit dem nächsten vergleichbar, und Ihr Ergebnis mit dem eines anderen Betriebs.

Was der Check Ihnen nicht abnimmt: die Arbeit danach. Die Liste mit den falschen Angaben muss jemand abarbeiten, und ob das wir sind oder Sie, ist eine andere Frage.

Kurz gefragt

Wie viele Fragen brauche ich mindestens?
Drei Fragen, jede fünfmal, in zwei Diensten. Das sind dreißig Antworten und ergibt eine grobe, aber brauchbare Quote. Weniger ist Raten.
Muss ich dafür zahlen?
Nein. Die kostenlosen Zugänge der großen Dienste reichen für diese Anzahl aus.
Was mache ich mit dem Ergebnis?
Zwei Listen: eine mit falschen Angaben über Sie, eine mit Plattformen, die in den Quellen auftauchen und auf denen Sie nicht stehen. Beide lassen sich abarbeiten.

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Gratis-Check

Wird Ihr Betrieb von der KI genannt?

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Ihr Betrieb

Prüfen Sie die Angaben und ergänzen Sie, was fehlt. Jedes Feld lässt sich ändern.

Wohin dürfen wir das Ergebnis schicken?

Wir verwenden Ihre Angaben nur für den Gratis-Check.

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