Die Website für KI optimieren
Nicht mehr Text, sondern anderer. Die meisten Betriebswebsites sind für Menschen geschrieben, die schon wissen, wer da schreibt.
Wenn wir uns die Website eines Betriebs ansehen, suchen wir nicht nach Schönheit und nicht nach Länge. Wir suchen nach Sätzen, aus denen sich eine Angabe entnehmen lässt. Bei vielen Seiten dauert das eine Weile.
Was KI-Lesbarkeit hier bedeutet
Eine Website ist für diesen Zweck lesbar, wenn ihre wichtigen Angaben ohne Anmeldung als Text abrufbar und eindeutig zugeordnet sind: Wer bietet welche Leistung an, an welchem Ort und zu welchen Zeiten? Das ist keine besondere Datei und kein Versprechen, dass ein KI-System den Betrieb anschließend nennt. Verschiedene Such- und KI-Systeme nutzen unterschiedliche Quellen.
Ein schneller Selbsttest: Öffnen Sie die Seite in einem privaten Browserfenster. Markieren und kopieren Sie den Satz mit Leistung und Ort. Suchen Sie dann auf der Seite nach Kontaktangaben und Öffnungszeiten. Fehlt eine dieser Angaben oder steckt sie nur in einem Bild, ergänzen Sie sie als sichtbaren Text. Prüfen Sie zuletzt, ob dieselben Angaben im Unternehmensprofil und auf der Kontaktseite übereinstimmen.
Der Unterschied, um den es geht
Zwei Sätze über denselben Betrieb:
„Ihr kompetenter Partner für individuelle Lösungen rund um Bad und Heizung.“
„Wir sind ein Installationsbetrieb in Eferding, tauschen Heizungen, sanieren Bäder und machen Notdienst im Bezirk Eferding und im Raum Linz. Erreichbar Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr.“
Der erste Satz enthält keine einzige überprüfbare Angabe. Der zweite enthält Branche, Ort, drei Leistungen, ein Einzugsgebiet und eine Erreichbarkeit. Für einen Menschen klingt der erste vielleicht professioneller. Für ein System, das eine Frage beantworten soll, ist er leer.
Wo welche Fakten hingehören
Die Startseite beantwortet in den ersten Absätzen: Wer sind Sie, was machen Sie, wo. Nicht als Slogan, als Sätze.
Eine Leistungsseite je Hauptleistung, wenn Sie mehrere haben. Nicht eine Seite mit einer Aufzählung von zwanzig Punkten, sondern für die drei bis fünf Dinge, mit denen Sie Ihr Geld verdienen, je eine Seite mit ein paar Absätzen. Darin: was genau gemacht wird, wie es abläuft, was es ungefähr kostet, wie lange es dauert.
Eine Kontaktseite, auf der Adresse, Telefon und Öffnungszeiten als Text stehen. Nicht als Bild, nicht nur im Kontaktformular, nicht ausschließlich in der Fußzeile.
Eine Seite über das Einzugsgebiet, wenn Sie herumfahren. Mit Gemeindenamen. Und zwar in einem Fließtext, nicht als Aufzählung von achtzig Orten, in denen Sie eigentlich nicht arbeiten. Der Unterschied zwischen „wir arbeiten in Eferding, Pupping, Hinzenbach und Alkoven“ und einer Liste aller Gemeinden Oberösterreichs ist der zwischen einer Information und einem Trick, und Tricks dieser Art sind seit zwanzig Jahren bekannt.
Preise sind der wunde Punkt
Eine wichtige Frage, die Menschen zu Handwerksleistungen stellen, betrifft die Kosten. Viele Betriebe nennen keine Preise, weil jeder Auftrag anders ist.
Das stimmt, und es hilft niemandem. Ein ehrlicher Rahmen ist möglich und besser als nichts: „Eine Thermenwartung kostet bei uns üblicherweise zwischen X und Y, die Anfahrt im Bezirk ist inkludiert.“ Wer das nicht schreiben will, kann wenigstens schreiben, wovon es abhängt. Auch das ist eine Antwort auf die Frage.
Die technische Seite, kurz
Vier Dinge, die tatsächlich zählen, und die meisten davon sind bei einer halbwegs aktuellen Website schon erfüllt:
Text muss Text sein. Kein Text, der nur in einem Bild steht. Prüfen lässt sich das, indem man versucht, ihn mit der Maus zu markieren.
Die Seite muss ohne Anmeldung lesbar sein. Inhalte hinter einem Formular oder in einem PDF, das erst nach dem Absenden kommt, existieren für ein System nicht.
Überschriften müssen Überschriften sein. Eine Zeile, die nur größer und fett formatiert ist, ist keine Überschrift. Das ist eine Kleinigkeit im Editor und ein Unterschied im Aufbau.
Am Handy muss alles da sein. Wenn die mobile Fassung Absätze weglässt, fehlen sie unter Umständen auch dort, wo ausgewertet wird.
Strukturierte Daten: sinnvoll, aber nicht magisch
Strukturierte Daten sind Angaben im Quelltext, die maschinenlesbar wiederholen, was auf der Seite steht: Firmenname, Adresse, Öffnungszeiten. Das ist ordentlich gemacht schnell erledigt und macht Systemen die Auswertung leichter.
Was sie nicht sind: eine Abkürzung. Sie beschreiben, was auf der Seite steht. Wer strukturierte Daten einbaut, aber im sichtbaren Text nur Werbesprache hat, hat maschinenlesbare Werbesprache.
Und eine Warnung: Strukturierte Daten müssen zum sichtbaren Inhalt passen. Öffnungszeiten auszuzeichnen, die auf der Seite nicht stehen, oder Bewertungen, die es nicht gibt, ist ein Verstoß gegen die Richtlinien und kann dazu führen, dass die Auszeichnung ganz ignoriert wird.
Was wir dabei tun
Wir schreiben Ihnen die Fakten-Absätze, in normalen Sätzen, und bauen sie in Ihre bestehende Seite ein. Wir sagen Ihnen, welche Leistungsseiten fehlen und welche Angabe auf der Kontaktseite nicht als Text dasteht. Und wir messen vorher und nachher mit denselben Fragen, damit man sieht, ob sich etwas bewegt hat.
Was wir nicht tun: Ortsseiten in Serie bauen, in denen derselbe Text mit getauschtem Gemeindenamen steht. Das ist das Muster, das Suchmaschinen seit zwanzig Jahren erkennen, und es fällt auf den Betrieb zurück, nicht auf die Agentur.
Kurz gefragt
- Muss ich meine Website neu bauen lassen?
- Fast nie. Was fehlt, sind meistens Sätze mit Inhalt, und die lassen sich in eine bestehende Seite einbauen. Ein Neubau wird erst nötig, wenn die Seite technisch nicht lesbar ist, etwa weil alles in Bildern steckt.
- Hilft es, mehr Text zu schreiben?
- Nein. Drei Absätze mit Fakten wirken besser als zwei Seiten Werbesprache. Was zählt, ist, ob sich aus einem Satz eine Angabe entnehmen lässt.
- Was ist mit strukturierten Daten?
- Sie sind sinnvoll und ordentlich gemacht schnell erledigt. Ein Wundermittel sind sie nicht: Sie beschreiben das, was ohnehin auf der Seite steht. Steht dort nichts, beschreiben sie nichts.