Öffnungszeiten überall gleich halten
Der langweiligste Punkt auf der Liste und der mit der höchsten Trefferquote. Widersprüchliche Zeiten sind der häufigste Grund für falsche KI-Antworten.
Von allen Dingen, die wir für Betriebe tun, ist das hier das unglamouröseste, und es ist das, bei dem wir die meisten Fehler finden. Nicht weil Betriebe nachlässig wären, sondern weil die Zahl der Stellen, an denen Öffnungszeiten stehen, über die Jahre unbemerkt wächst.
Warum ein Widerspruch schlimmer ist als eine Lücke
Angenommen, ein System sucht die Öffnungszeiten Ihres Betriebs und findet an drei Stellen drei verschiedene Angaben. Es muss sich entscheiden. Welche es nimmt, hängt davon ab, welche Quelle es für zuverlässiger hält, und darauf hat niemand einen Schalter.
Jetzt der Vergleich: Angenommen, es findet die Öffnungszeiten gar nicht. Dann sagt eine gut gebaute Antwort „dazu liegen mir keine Angaben vor“. Das ist unbefriedigend, aber es ist nicht falsch.
Ein Widerspruch produziert also eine falsche Aussage, eine Lücke nur eine fehlende. Deshalb ist Aufräumen wichtiger als Nachtragen, wenn man nur eines von beidem schafft.
Die Stellen, die vergessen werden
Die offensichtlichen kennt jeder: Google-Unternehmensprofil, eigene Website, Facebook. Die, die wir regelmäßig als einzige mit falschen Zeiten finden:
Bing Places und Apple Karten. Weil sie beim letzten Umstellen nicht mitgeändert wurden und sich nie melden.
Der Eintrag bei herold und anderen Verzeichnissen, in denen man sich vor Jahren einmal registriert hat.
Die Fußzeile der eigenen Website. Der Hauptinhalt wurde aktualisiert, die Fußzeile nicht. Sie steht auf jeder Unterseite, also fünfzigmal falsch statt einmal.
Das Branchenportal, in dem der Vorgänger oder die Schwiegermutter den Betrieb eingetragen hat und zu dem niemand mehr die Zugangsdaten hat.
Der Anrufbeantworter. Zählt für keine KI, aber für Kunden, und er ist meistens die älteste Version.
Sonderzeiten sind keine Nebensache
Feiertage, Betriebsurlaub, der eine Samstag im Monat. Die meisten Plattformen haben eigene Felder dafür, und die meisten Betriebe nutzen sie nicht. Stattdessen steht irgendwo im Beschreibungstext ein Satz.
Das Problem: Ein Feld mit einem Datum wird als Öffnungszeit gelesen, ein Satz im Fließtext nicht. Wenn Google am 26. Oktober die regulären Zeiten anzeigt, weil kein Feiertag eingetragen ist, steht jemand vor der Tür, und die schlechte Bewertung dafür bekommen Sie.
Eine Routine, die realistisch ist
Schreiben Sie einmal auf, an welchen Stellen Ihr Betrieb eingetragen ist. Das ist die eigentliche Arbeit, eine Stunde, und sie fällt nur einmal an. Danach steht die Liste, und jede Änderung wird zu einem Abarbeiten dieser Liste statt zu einem Erinnerungsspiel.
Dazu zwei feste Termine im Jahr: einmal vor dem Sommer, einmal vor Weihnachten. Beides sind Zeiträume mit Sonderzeiten, und wer dann ohnehin hinschaut, kann die regulären Zeiten gleich mitprüfen.
Wenn es keine festen Zeiten gibt
Viele Handwerksbetriebe und Ein-Personen-Unternehmen haben keine Öffnungszeiten im klassischen Sinn. Die ehrliche Lösung ist nicht, das Feld leer zu lassen, und schon gar nicht, Bürozeiten zu erfinden, in denen niemand da ist.
Tragen Sie die Zeiten ein, in denen tatsächlich jemand erreichbar ist, und schreiben Sie in die Beschreibung, wie es wirklich läuft: „Anrufe am besten zwischen 7 und 8 oder ab 17 Uhr, tagsüber sind wir auf der Baustelle.“ Das ist eine Information, mit der ein Kunde etwas anfangen kann, und sie kostet Sie keinen einzigen Anruf, der sonst gekommen wäre.
Was wir dabei machen
Wir suchen alle Stellen, an denen Ihr Betrieb steht, auch die vergessenen, tragen überall dieselben Zeiten ein und legen Ihnen die Liste als Dokument hin. Dann prüfen wir mit den Markenfragen im Check nach, ob die KI-Systeme jetzt das Richtige sagen. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen sich eine Änderung oft schon nach Tagen zeigt.
Kurz gefragt
- Wie oft soll ich das kontrollieren?
- Zweimal im Jahr reicht als Routine, dazu jedes Mal, wenn sich etwas ändert. Der Fehler ist nie das seltene Nachsehen, sondern die Änderung, die nur an einer Stelle eingetragen wurde.
- Was ist mit Betriebsurlaub?
- Der gehört als Sonderzeit eingetragen, nicht in einen Beschreibungstext. Ein Satz „Vom 12. bis 26. August geschlossen“ irgendwo im Fließtext wird von keinem System als Öffnungszeit gelesen.
- Ich habe keine festen Zeiten, ich bin auf Montage.
- Dann sind die Öffnungszeiten die Zeiten, in denen jemand ans Telefon geht. Das ist ehrlicher als „Mo bis Fr 7 bis 17“ für ein Büro, in dem niemand sitzt.