Checkliste für lokale Sichtbarkeit
Zwölf Punkte, nach Aufwand sortiert. Die ersten vier schaffen Sie an einem Vormittag, und sie bringen am meisten.
Diese Liste ist die, die wir selbst abarbeiten, wenn wir bei einem Betrieb anfangen. Sie ist nach Aufwand und Wirkung sortiert, nicht nach Vollständigkeit. Wer bei eins anfängt und bei vier aufhört, hat den Großteil erledigt.
Die ersten vier: ein Vormittag
1. Widersprüche suchen. Nimm ein Blatt und schreiben Sie auf: Firmenname, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Website. Dann sieh an jeder Stelle nach, an der Ihr Betrieb eingetragen ist, und vergleich. Jede Abweichung kommt auf eine zweite Liste.
Das ist der Punkt mit der besten Wirkung, weil ein Widerspruch schlimmer ist als eine Lücke: Ein System, das zwei verschiedene Telefonnummern findet, gibt eine davon aus, und es kann die falsche sein.
2. Google-Unternehmensprofil beanspruchen und füllen. Wenn es noch keines gibt, anlegen. Wenn es eines gibt, das Ihnen nicht gehört, beanspruchen. Dann: Kategorie eng wählen, Leistungen eintragen, Einzugsgebiet mit Gemeindenamen statt „Region“, Sonderöffnungszeiten für Feiertage.
3. Öffnungszeiten überall gleich machen. Auch dort, wo Sie seit Jahren nicht waren. Besonders in der Fußzeile der eigenen Website, die auf jeder Unterseite steht.
4. Drei Fakten-Absätze auf die Startseite. Wer Sie sind, was Sie machen, wo. In normalen Sätzen, mit Ortsnamen. Nicht als Slogan.
Fünf bis acht: über ein paar Wochen
5. Bing Places und Apple Business Connect anlegen. Zwei Einträge, die fast niemand hat und die je zwanzig Minuten kosten. Nach dem Import aus Google einmal alle Felder durchsehen, Kategorien und Leistungen kommen selten sauber an.
6. Den WKO-Eintrag ergänzen. Er existiert schon, weil Sie gewerbeberechtigt sind. Beschreibung in normalen Worten, aktuelle Telefonnummer, Website eintragen.
7. Den herold-Eintrag aufräumen. Erst nachsehen, ob es schon einen gibt, und den übernehmen statt einen zweiten anzulegen. Zwei Einträge sind schlechter als ein veralteter.
8. Eine Leistungsseite je Hauptleistung. Für die drei bis fünf Dinge, mit denen Sie Ihr Geld verdienen, je eine Seite mit ein paar Absätzen: was gemacht wird, wie es abläuft, was es ungefähr kostet.
Neun bis zwölf: laufend
9. Bewertungen einsammeln, neutral und an alle gleich. QR-Code im Fahrzeug, Zettel zur Rechnung, ein Satz ohne „positive“ darin. Keine Gegenleistung, keine Vorauswahl.
10. Auf Bewertungen antworten. Auch und gerade auf die schlechten. Sachlich, ohne Kundendaten, ohne Rechthaben.
11. Zweimal im Jahr alles nachprüfen. Vor dem Sommer und vor Weihnachten, weil dann ohnehin Sonderzeiten anstehen.
12. Messen, vorher und nachher. Drei Fragen, jede fünfmal, in zwei Diensten. Das ist eine Stunde und die einzige Möglichkeit zu wissen, ob etwas passiert ist.
Was auf dieser Liste bewusst fehlt
Eine llms.txt-Datei. Eine Datei, die den KI-Diensten mitteilen soll, was auf der Seite steht. Nach den vorliegenden Daten wird sie kaum abgerufen. Sie schadet nicht, sie ist nur keine Maßnahme.
Hundert Ortsseiten. „Installateur in Ort A“, „Installateur in Ort B“, immer derselbe Text. Das Muster ist seit zwanzig Jahren bekannt und fällt auf den Betrieb zurück.
Ein Eintrag in jedem Verzeichnis, das es gibt. Fünf gepflegte Einträge sind besser als dreißig halbe. Welche fünf, hängt von der Branche ab, und das sehen Sie an den Quellen, die in den Antworten auftauchen.
Werbetexte mit Superlativen. Sie geben einem System nichts zum Auswerten und sind je nach Branche rechtlich heikel.
Der ehrliche Teil zum Schluss
Nichts auf dieser Liste ist geheim, kompliziert oder neu. Das meiste ist seit Jahren dieselbe Arbeit, die vorher unter dem Namen lokale Suchmaschinenoptimierung lief.
Was neu ist, ist die Messung: Man kann jetzt fragen, wie oft ein Betrieb in KI-Antworten vorkommt, und das über die Zeit vergleichen. Und was neu ist, ist die Konsequenz von Widersprüchen: Früher hat eine falsche Telefonnummer in einem vergessenen Verzeichnis niemandem geschadet. Heute kann sie in einer Antwort landen, die jemand für die Wahrheit hält.
Wenn Sie das alles selbst machen, ist das die richtige Entscheidung. Wenn Sie keine Zeit dafür haben, ist der Gratis-Check der Punkt, an dem Sie sehen, wo Sie stehen, bevor Sie sich für irgendetwas entscheiden.
Kurz gefragt
- Muss ich alle zwölf Punkte machen?
- Nein. Die ersten vier tragen den größten Teil. Wer nur die macht, hat mehr erreicht als jemand, der bei Punkt neun anfängt.
- Wie lange dauert das insgesamt?
- Die ersten vier Punkte an einem Vormittag. Die Punkte fünf bis acht über ein paar Wochen verteilt. Neun bis zwölf sind laufende Arbeit, kein Projekt.
- Kann ich das alles selbst machen?
- Ja. Nichts davon braucht eine Agentur. Was eine Agentur bringt, ist, dass es gemacht wird und dass jemand misst, ob es etwas verändert hat.