Was sagt ChatGPT über meinen Betrieb?
Die Frage, mit der bei uns fast jedes Gespräch beginnt. Hier steht, wie Sie sie selbst beantworten und warum das Ergebnis schwankt.
„Probier es doch einfach aus“ ist ein guter Rat, und die meisten machen dabei denselben Fehler. Sie tippen ihren Firmennamen ein, bekommen eine plausible Antwort, und ziehen daraus einen Schluss, den die Antwort nicht trägt.
Die erste Frage ist nicht Ihr Name
Wenn Sie „Was weißt du über die Tischlerei Gruber in Freistadt?“ fragen, steht der Name schon in der Frage. Das System hat jetzt einen Anhaltspunkt und wird fast immer etwas antworten. Das misst, ob es Sie bestätigen kann, nicht, ob es Sie von selbst nennt.
Die Frage, um die es geht, ist die eines Kunden, der Sie nicht kennt:
„Wer macht mir in Freistadt eine Einbauküche auf Maß?“
Kommen Sie in dieser Antwort vor, ist das etwas wert. Kommen Sie in der namentlichen Antwort vor, wissen Sie nur, dass es Sie gibt.
Beide Fragen haben ihren Zweck
Missverständlich wäre, die namentliche Frage für wertlos zu halten. Sie misst etwas anderes, und zwar etwas, das genauso wichtig ist: Stimmt, was über Sie gesagt wird?
Fragen Sie also beides.
Die Kundenfrage misst, ob Sie überhaupt in Betracht kommen. Formuliere sie so, wie jemand sie in ein Chatfenster tippt, mit Ort, ohne Fachbegriffe, ruhig umgangssprachlich.
Die Markenfrage misst die Richtigkeit. „Wie erreiche ich die Tischlerei Gruber in Freistadt und wann hat sie geöffnet?“ Vergleich die Antwort Punkt für Punkt mit der Wirklichkeit: Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Leistungen.
Die zweite Frage ist die, bei der wir bei Neukunden am häufigsten fündig werden. Falsche Öffnungszeiten, eine Telefonnummer von vor zwei Jahren, eine Leistung im Angebot, die längst nicht mehr angeboten wird.
Warum Sie nicht einmal fragen sollten, sondern zehnmal
KI-Antworten sind nicht festgeschrieben. Dieselbe Frage kann heute drei Betriebe nennen und morgen fünf andere. Das liegt nicht an Ihnen und nicht an einem Fehler, das ist die Bauart.
Daraus folgt etwas Unbequemes: Eine einzelne Antwort ist als Messung wertlos. Sie ist ein Ziehen aus einem Topf. Erst wenn Sie zwanzigmal ziehen und zählen, in wie vielen Zügen Sie dabei waren, haben Sie eine Zahl, die etwas bedeutet.
Von Hand ist das machbar, aber mühsam. Zehn Fragen, jede dreimal, in drei Diensten, macht neunzig Eingaben und neunzig Antworten zum Durchlesen. Genau dafür haben wir den automatischen Check gebaut.
Der Unterschied zwischen App und Schnittstelle
Was Sie in der ChatGPT-App sehen, ist nicht dasselbe, was über die offizielle Schnittstelle zurückkommt. In der App spielen Ihr Standort, Ihr Konto und Ihr bisheriger Verlauf mit hinein. Über die Schnittstelle ist die Ausgangslage sauberer und dadurch besser vergleichbar.
Wir messen über die Schnittstellen, und wir schreiben das auf jedes Ergebnis dazu. Es heißt: Unsere Zahlen sind vergleichbar über Zeit und zwischen Betrieben, und sie können von dem abweichen, was Sie persönlich in der App sehen. Beides ist echt, es sind nur zwei verschiedene Fragen.
Den Ort eindeutig machen
Ein Fallstrick, der in Oberösterreich überdurchschnittlich oft zuschlägt: Es gibt Ortsnamen mehrfach. Wer nach „Sankt Martin“ fragt, bekommt womöglich eine Antwort über die Steiermark. Schreiben Sie das Bundesland dazu, wenn Ihr Ortsname mehrdeutig ist. Welche das sind, steht auf den Bezirksseiten.
Wie Sie das Ergebnis liest
Drei Dinge lohnen sich zu notieren, während Sie fragen:
Wer statt Ihnen genannt wird. Die Namen sagen Ihnen, gegen wen Sie in der Wahrnehmung des Systems antreten. Manchmal sind es Betriebe aus einem anderen Bezirk, manchmal Plattformen wie ein Handwerkerportal.
Worauf sich die Antwort beruft. Viele Dienste nennen ihre Quellen. Dort steht, welche Verzeichnisse für Ihre Branche tatsächlich gelesen werden.
Was falsch ist. Jede falsche Angabe über Sie ist eine Aufgabe mit einer klaren Lösung, und das sind die Aufgaben, bei denen sich am schnellsten etwas ändert.
Wer das sauber machen will, ohne einen Nachmittag zu verlieren: Der Gratis-Check stellt diese Fragen mehrmals über mehrere Systeme und legt das Ergebnis als Seite hin, mit Nennungsquote, Datenrichtigkeit und den zitierten Quellen.
Kurz gefragt
- Warum bekomme ich eine andere Antwort als mein Kollege?
- Weil Antworten nicht festgeschrieben sind. Standort, Konto, Verlauf und der Zufall in der Erzeugung spielen mit. Zwei Leute können dieselbe Frage stellen und Verschiedenes bekommen, und beide Antworten sind echt.
- Ich komme vor. Reicht das?
- Einmal vorkommen ist ein Anfang, kein Ergebnis. Interessant ist, in wie vielen von zwanzig Antworten Sie vorkommen, und das sieht man mit einer einzelnen Frage nicht.
- Soll ich fragen „Kennst du meinen Betrieb?“
- Das ist die zweite Frage, nicht die erste. Wer namentlich fragt, bekommt fast immer eine Antwort, weil der Name schon in der Frage steht. Die erste Frage ist die, die ein Kunde stellen würde, ohne Sie zu kennen.